PMS: Die Tage vor den "Tagen"

Beschwerden vor der Menstruation

Die Hormone, die die Monatsblutung steuern, beeinflussen weit mehr als Gebärmutter und Eierstöcke. Viele Frauen spüren die Veränderungen in ihrem Körper auch durch Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen oder Migräne. Wie die Beschwerden zu lindern sind, erfahren Sie hier.

von urbia Team
Frau krank Bademantel
Foto: © iStockphoto.com/ lite_2046

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt

Der Menstruationszyklus ist über eine lange Lebensspanne ein wichtiger Taktgeber für die Frau. Der Zyklus ist bestimmt von einem stetigen An- und Abfluten weiblicher Hormone – letztlich mit dem Ziel, eine Eizelle für eine Befruchtung bereit zu stellen und die Gebärmutter auf die mögliche Einnistung eines Embryos vorzubereiten. Doch beeinflussen die weiblichen Hormone nicht nur Eierstock und Gebärmutterschleimhaut. Sie wirken auch auf viele andere Gewebe und auf das Zentralnervensystem. Dadurch beeinflussen sie auch das Verhalten und die Befindlichkeit der Frau.

Viele Frauen empfinden die Tage vor den Tagen als belastend und haben körperliche und psychische Beschwerden. Heute werden diese Beschwerden unter dem Begriff „Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) zusammengefasst. „Die genauen Ursachen für das PMS sind nicht bekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um ein kompliziertes Wechselspiel, bei der auch die Veranlagung und die aktuelle psychosoziale Situation der Frau eine Rolle spielen“, erklärt Professor Alexander Teichmann von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Eine „Mitschuld“ an den Stimmungsschwankungen hat aber vermutlich der abfallende Östrogenspiegel in der zweiten Zyklushälfte. Dadurch geht nämlich die psychisch stimulierende Wirkung dieses aktivierend wirkenden Hormons zurück und der Körper macht sozusagen einen „Östrogenentzug“ durch.

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