Unseren freien Wochenenden

Hallo zusammen, ich bin neu hier, also falls es einen ähnlichen, hilfreichen Beitrag gibt dürft ihr gerne verlinken.
Ich bin seit 2,5 Jahren mit meinem Partner zusammen, er hat eine Tochter 4,5 Jahre aus der vorherigen Beziehung. Ich kenne dir Tochter nun seit 1.5 Jahren und seit 2 Monaten wohnen wir zusammen. Die Tochter kommt alle 2 Wochenenden über 4 Nächte zu uns.
Ich habe so viele Probleme in das alles zu finden, angefangen damit dass meine eigene Erziehung in meiner Familie alles andere als kindgerecht war. Ich muss oft reflektieren, muss viel über meine Eltern nachdenken und was sie alles falsch gemacht haben, während ich versuche der Tochter eine gute Gefährtin zu sein.

Mein momentaner "Ausraster" meinem Partner gegenüber führt mich nun zu euch. Ich habe niemandem im Umfeld der so eine Patchwork Situation kennt und ich hoffe einfach auf Erfahrung von euch.

Wir haben nur alle zwei Wochenenden für uns, nur mein Partner und ich und da fallen dann halt auch mal Geburtstage, Familienbesuche etc. an vor Allem nach dem Umzug gab es viel Stress und dann kam Ostern, Geburtstage etc. D.h. unser letztes gemeinsames entspanntes Wochenende war vor 8 Wochen, das nächste wäre in 2 und danach erst wieder in 4. Nun hat die Kindsmutter an unserem freien Wochenende in 2 Wochen einen Geburtstag einer engen Freundin den sie gerne kinderlos geniessen möchte und hat meinen Partner gefragt ob er einspringen kann von Samstag Mittag bis Sonntag Abend.
Er fragt mich zwar was ich dazu sage, aber ich finde die Frage an sich schon so unfair weil ich niemals sagen kann "Nein ich möchte nicht dass deine Tochter kommt". Ich habe ihm gesagt wie sehr ich mich auf das freie Wochenende freue, dass ich extra Freunden abgesagt habe damit es auch wirklich frei bleibt, dass ich denke dass wir das Wochenende für unsere Beziehung brauchen, ich ihm aber die Entscheidung nicht abnehmen kann und seine Frage nicht ehrlich beantworten kann weil ich nicht Nein sagen kann.

Nun hat er entschieden sie kommt zu uns.

Und mir hat das so weh getan. Und ihr müsst verstehen ich weiss ganz genau, dass er seine Tochter vermisst, dass er sie gerne noch öfter bei sich hätte und diese Entscheidung für ihn sehr schwer war. Es tut mir auch wirklich leid dass ich sehr emotional reagiere und einfach nur enttäuscht bin.

Wie geht ihr mit diesen Planänderungen um? Wie könnt ihr das emotional verarbeiten und nicht persönlich nehmen?
Gibt es eine Aussicht auf Besserung, sodass man von sowas nicht mehr so sehr verletzt wird??

Wie ihr seht, grosser Redebedarf meinerseits :)

Danke euch schon mal fürs Mitreden,
Liebe Grüsse
Susu102

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Hallo,

hmm...ich lese glaube ich heraus, dass du gerne hättest, dass dein Partner gerne mehr freie Zeit mit dir hätte? Und du nciht so ganz spürst, dass diese freie Zeit mit dir, die dir sehr wichtig ist, ihm ebenso wichtig ist? Und dies schließt du, unter anderem, daraus, dass er das Kind nimmt, und ihr dadurch freie Zeit verliert.

Bis hierhin: Ich würde mir überlegen, ob ich grundsätzlich das GEfühl habe nciht so ganz wichtig zu sein für ihn. Ich würde überlegen, wo, abseits des Kindes, er Möglichkeiten, mir zu zeigen, wie wichtig ich/wir als Paar ihm bin ggf. nicht genutzt werden.

Ich denke, dass dein Bedürfnis total nachvollziehbar ist. Voll. Also ich zumindest verstehe dich. Ich finde aber gut, dass du ihm eine Vorschriften machst...ich finde nämlich richtig, dass er seine Kids holt. Wenn du mal Kinder haben willst...ich glaube du hast einen Mann gefunden, mit dem das möglich ist. Er trägt Verantwortung an richtiger Stelle und gibt Liebe an richtiger Stelle. Das wäre ein Punkt, für den du ihn ncoh etwas mehr lieben könntest.

Leider kommen in dir andere GEfühle auf. Ich sehe die Gefahr, dass diese Gefühle bald umgeleitet werden auf das Kind und du dann echt genervt bist von dem Kind, anfängst, wenn auch nur gedanklich, an ihm rumzukritteln und du dich emotional der Familiensituation verschließt. DAs wäre ultra schade, für alle.

Ich würde raten, dass ihr mal hinschaut, wo es in eurer Beziehung vielleicht eine Schieflage gibt...ich vermute die gibt es und das Kind wird grad falscherweise als Ursache ausgemacht. Könnte auch sein, dass dir aufstößt, das er seiner Ex einen Gefallen tut und in dir etwas entsteht wie "ihr Wunsch nach Party ist ihm wichtiger als meiner nach Zweisamkeit"...wäre auf emotionaler Ebene ein verständlicher erster Impuls...aber hat mit der Wirklichkeit ncihts zu tun. Solche Dinge zu erkennen und zu sortieren ist wichtig.

Wenn du an allen tagen spüren würdest, wie wichtig du ihm bist, du dir sicher wärst, dass er jede freie Minute mit dir genießt...dann glaube ich nciht, dass diese eine Nacht mehr im Monat dir aufstoßen würde und du das GEfühl hättest einen Verlust zu erleiden.

Geht gleich ins Gespräch, denn es wäre schade, wenn dein Ärger sich aufs Kind richtet, ihr euch wirklich aus den Augen verliert oder so. Wie gesagt...es klingt als wäre er ein Mann, den man als Vater für sein Kind haben will und du klingst wie eine Frau die reflektieren kann und nach guten Lösungen sucht. KÖnnte ein Match sein :-) Alles Gute Euch.

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Liebsten Dank für die Antwort ♥️

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Ich denke der Thread wäre auch niemals geschrieben worden wenn ihr Mann angekommen wäre mit “Wir haben Lilly dieses Wochenende zusätzlich aber dafür hab ich in dem Monat, indem du Geburtstag hast, die Wochenenden getauscht damit wir an deinem Geburtstag das machen können, was du magst. Ist das ok?”

Dann stünde zwar immer noch das zusätzliche Wochenende zu einer stressigen Zeit im Raum und trotzdem schätze ich die TE so ein, dass sie mit den Neuigkeiten glücklich gewesen wäre und das Wochenende mit spielen und Kind betreuen happy verbracht hätte anstatt sich hier auszutauschen ….

Es ist halt das Ungleichgewicht…

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Vielleicht gehöre ich zu den schnipischen Antworten. Ich versuche es mal sachlich.
Dein Mann hat sich für ein Kind entschieden. Mein Mann und ich haben auch Kinder und weißt du wann wir das letzte mal einen Tag ( nicht Wochenende ) für uns hatten ? Ist ein paar Monate her.
Zusätzlich hat dein Partner das Kind ja " nur" 8 Tage im Monat, die Kinfsmutter hat es 22 Tage, also 3 mal so viel wie ihr.
Vielleicht um hier noch mal die Relation zu erwähnen. Ich kann deinen Unmut und auch die Traurigkeit gut verstehen, es ist nicht leicht, aber Fakt ist halt dass es ( meiner Meinung nach) keinen anderen Weg gibt und tendenziell auch nicht besser wird. Die Kindsmutter trägt ja sowieso schon die Hauptlast und da ist es doch gerechtfertigt wenn er ab und zu auch mal außer planmäßig einspringt. Du musst das also tragen wenn du seine Partnerin bleiben möchtest.

Bearbeitet von Samara
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Ich bin da ganz bei dir, ich frage ja wie man das hinbekommt. Hast du dazu Tips?

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Ich dachte bloß vielleicht hilft es dir nochmal die Relation zu sehen, dass die Kindsmutter ja noch viel weniger Zeit mit ihrem Partner verbringen kann als ihr.
Ich denke es gibt ja keinen anderen Weg als die Akzeptanz der Situation.
Die Frage ist halt ob du diese Haltung annehmen kannst ?

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Ich fürchte, hier im diesem Forum kannst du keine Hilfe oder Verständnis erwarten. Du wirst größtenteils schnippische bis giftige Antworten bekommen a la "das Kind kommt immer zuerst", "du wusstest doch dass er ein Kind hat" bis "wie kannst du es wagen, eigene Bedürfnisse zu äußern, du bist nur eine böse Next, willst das Kind abschieben" usw. Ich schreib dir später eine PN.

An deiner Stelle würde ich an dem WE einen City-Trip planen, Wellness mit einer Freundin, Familie besuchen o.ä. Es sei denn, du willst unbedingt an dem Vater-Tochter-WE dabei sein. Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass sowas vorkommt, am besten entwickelst du ein dickes Fell und alternative Pläne für solche Situationen.

Bearbeitet von Shquirrel
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Hallo Shquirrel, danke für deine Antwort.
Ich hoffe trotzdem auf konstruktive Antworten😅
Ja ich werde das Wochenende bei meinem Eltern und mit Freunden verbringen.
Aber wie gehe ich in Zukunft mit so einer Situation um?
Wie läuft das bei dir?

LG

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Mein Bonuskind kommt selten außer der Reihe und dann auch nur, wenn wir nicht anderweitig verplant sind. Wir haben aber auch ein gemeinsames Kind und sind sowieso nicht "nur zu zweit", insofern ist die Dynamik anders als bei euch. Ich verstehe dich sehr gut. Du nimmst ihm zuliebe in Kauf, dass die Hälfte eurer WE durch das Kind verplant sind und möchtest, dass die kinderfreien WE auch wirklich kinderfrei sind. Das solltest du auch so kommunizieren und zwar zeitnah, bevor sowas noch x mal passiert und sich bei dir Frust anstaut. LG

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Ganz ehrlich : ich würde auf die we bestehen oder eben tauschen. Denn die km bekommt Unterhalt für den Erziehungsaufwand. Klar vermisst er sein Kind aber muss den Spagat zwischen dir und Kind schaffen. Mal ne Ausnahme ok. Aber wenn es zum Alltag wird eben nicht mehr. Du hast dich for deinen Partner entscheiden. Ja er hat ein Kind. Er!!! Nicht du!!! Später dankt es meist keiner. Unter der Woche arbeitet man da hat man kaum Zeit. Qualikativ nur am we. Ich weiß ich werde dafür sicherlich jetzt gleich Anfeindungen ohne Ende bekommen. Aber ich finde es gibt Zeiten fürs Kind und Zeiten ohne bei ner Trennung. Leider für das Kind blöd. Aber dafür kannst ja du nix. Und ja es verletzt. Weil man sich weniger wichtig fühlt. Wie gesagt ab und an ja aber nicht einreißen lassen. Sonst ist irgendwann Papa auf Abruf und das hat auch Einfluss auf dein Leben!

Kommentare wie : wann hatte ich mein letzte we? Ja wenn man Mama ist oder Papa und beide zusammen leben ist es halt so. Aber bei getrennten Eltern eben anders. Und die Te hat kein Kind - sie muss lediglich für ihr Glück zuständig sein.

Überlege dir ob du gelegentlich damit umgehen kannst. Kinder und planen geht nicht immer. Ihr müsst ne Basis finden wo alle ihre Bedürfnisse mal erfüllt bekommen. Papa Kind und du. Da wirst du wohl Abstriche machen ab und zu. Aber nicht immer.

Alles liebe.

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Was ist denn schlimm daran Papa auf Abruf zu sein. Vater ist man doch nicht Teilzeit. Und von der Unterhaltsregelung wissen wir nix.
Wenn ich einen neuen Partner hätte, der wollte ich sei Teilzeitmutter... wahnwitzig. Also ich meine selbst wenn man nicht beim Kind ist bleibt man Elternteil.

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Nein! Der Kindesunterhalt ist keine Bezahlung für die Betreuung des Kindes durch den betreuenden Elternteil. Er dient dazu, die Ernährung, Kleidung, Wohnung, Bildung und soziale Bedürfnisse des Kindes etc. zu bezahlen.

Das dürfte im Normalfall ohnehin nur knapp ausreichen.

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Auch wenn man das Kind des Partners mag, finde ich macht es trotzdem einen großen Unterschied, ob man die Paarzeit aufgrund seines eigenes Kind hinten anstellt oder aufgrund eines nicht eigenen Kindes.

Sprich, keine Mutter würde auf die Idee kommen sich darüber zu beschweren, dass zu wenig Paarzeit existiert weil das Kind ja permanent da ist. Deswegen finde ich solche Kommentare auch etwas seltsam.

Du hast keine Kinder und dein Partner hat sich auch dafür entschieden, eine Beziehung mit einer kinderlosen Frau einzugehen. Demnach müssen auch deine Bedürfnisse irgendwo bei ihm Berücksichtigung finden, andernfalls führt das halt auf Dauer zur Unzufriedenheit, zuerst auf einer Seite dann auf beiden. Und wenn ihr als Paar nicht funktioniert und keine qualitative Beziehungszeit habt, wird sich dass auch ganz schnell negativ auf die Patchwork Situation auswirken und dann entstehen plötzlich Abneigung gegen die Kinderwochenenden oder das Kind obwohl das Kind rein gar nichts dafür kann. Da muss dein Mann aufpassen!

Dass es natürlich mal sein kann, dass es eine spontane Änderung bzgl. des Kinderwochenendes gibt, muss man aber auch verstehen. Wahrscheinlich hat er auch zugesagt, 1. Weil er sein Kind natürlich schon gern um sich hat und 2. Damit es keine Streitigkeiten mit der KM gibt - weil wenn ihr Flexibilität zeigt, wird sie in Zukunft wahrscheinlich auch eher flexibel reagieren wenn ihr dann spontan etwas anderes vorhabt, was ja letztlich auch euch als Paar zu Gute kommt.

Ich denke du reagierst gerade so empfindlich auf den spontanen zusätzlichen Besuch, weil es so stressig in den letzten Wochen war. Wäre das nicht der Fall, würdest du bestimmt ganz entspannt damit umgehen. Von daher würde ich meinem Partner auch klar machen, dass es ok ist, dass die kleine jetzt kommt aber das zukünftige freie kinderlose Wochenende für euch geblockt ist und er das doch bitte so betrachten soll, als hättet ihr schon vor einem Jahr Urlaub für dieses Wochenende gebucht, d.h verbindlich.

Klar kann immer ein Notfall dazwischen kommen, dass ist was anderes aber dass die KM feiern gehen möchte ist halt kein Notfall.

Und du musst nur weil das Kind am Wochenende da ist, deine Freunde nicht vernachlässigen. Verabrede dich ruhig - dadurch wirst du auch entspannter. In erster Linie ist das Kind ja da, um Zeit mit dem Papa zu verbringen. Und selbst wenn du dir zwischendurch etwas anderes vornimmst wie Freunde treffen , wirst du ja trotzdem mit dem Kind und deinem Mann noch etwas Zeit verbringen und die wird dann auch schön :)
Aber du musst da jetzt nicht 24/3 präsent sein :)

Bearbeitet von Feaa
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Hier im Patchworkforum gabs auch schon ein paar mal das Thema dass das Kind ( aus verschiedenen Gründen) ganz zum Vater ziehen sollte. Sagt er dann " ich hab mir eine kinderlose Frau gesucht, leider habe ich keine Zeit dafür "?
Ich wollte darauf hinaus, dass das Kind doch eh "nur" jede 2 Woche von Do-So beim Vater ist, da ist es doch gerechtfertigt wenn er zusätzlich manchmal ( nicht immer!) mal einspringt und die Kindsmutter zusätzlich unterstützt.
Es scheint hier ja nicht der Fall zu sein dass die Kindsmutter das ausnutzt und da ständig Theater drum macht und er ständig zusätzliche Wochenenden machen soll. Das ist ja nicht das Thema.

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Ja wenn es manchmal ist und dann in die eigene Planung passt ist das ok. Aber wenn man mit dem kinderlosen Partner was geplant hat und dieser das we extra selber ebenso freihält ist es dann sehr verletzend. Und ja , ich finde wenn der Partner sagt er freut sich auf das we dann muss man das auch berücksichtigen. Wenn man als paar zwei we hat dann ist das sehr einschränkend wenn daraus dann nur eines wird. Und ne Feier ist echt kein Notfall. Und wenn ein Kind zum Vater ziehen soll oder will ist das ok- das plant man dann ja vorab und passt das Leben daran an. Ich bin da aber auch nach über 12 Jahren Pw echt immer vorsichtig. Es wird nämlich schnell dann Gewohnheit - diese Notfälle. Wir hatten diese Woche das gleiche. Bk sollte zu uns weil Notfall. Der Notfall war das km ein we wegfahren wollte mit ihrem neuen. Ist für mich kein Notfall. Habe da strikt nein gesagt weil da shalt schon öfter so gelaufen ist. We tauschen - kein Thema wenn man es rechtzeitig plant. Aber zusätzlich ohne Ausgleich - nein! Ich arbeite in Schicht. Auch an we muss ich oft arbeiten. Außer we habe ich wenig bis null Zeit mit meinem Partner. Und dann kommt es ja auch immer drauf an wie bk drauf ist. Wenn zb bk sich echt schlimm verhält oder super anstrengend ist , ist es ja auch ne Belastung. Ich habe die Mutter mal gefragt ob wir dann auch anteilig Unterhalt wieder bekommen wenn wir vermehrt die Betreuung für ihre Trips übernehmen. Oder ob die we getauscht werden könnte. Ob man das mal rechtzeitig planen könnte danach war sie extrem ….. zu uns. Denn Unterhalt ist nicht flexibel. Darauf wird bestanden. Und genau deswegen arbeiten wir so hart. Um den Unterhalt zu stemmen und trotzdem noch Geld zu haben für den Alltag. Auch kostet ein Kind wenn es beim Umgang ist. Zimmer, essen, Ausflüge , Kleidung usw.

Man muss halt gleich am Anfang klare Linien schaffen. Man setzt damit eben den Faden wie es zukünftig abläuft.

Und jeder muss Mal flexibel sein aber nicht grundsätzlich auf Kosten des Partner oder der eigenen Freizeit.

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Hi ich kann dich verstehen.
Der Vergleich das Eltern die zusammen Leben ist Quatsch. Es ist nunmal nicht dein Kind und es ist auch anstrengend ein (fremdes) 4 jähriges Kind am WE da zu haben. Ich mag mein Bonussohn auch, aber in dem Alter sind die Wochenenden sehr anstrengend gewesen und mein Freund hat auch nie welche Ausflüge gemacht, sie saßen wirklich nur in der Wohnung.
Ich sehe es auch so, die Eltern haben sich auf das Residenzmodell geeinigt und der Vater zahlt Unterhalt. Jeder sollte sich an die Zeiten halten und in seiner Zeit Betreuungsmöglichkeiten finden.
Ich bin ganz ehrlich, wäre mein Bonussohn als Klein Kind öfter da gewesen, wären wir vermutlich nicht mehr zusammen.
Ich habe selber auch ein Kind mit in die Beziehung gebracht, meinem Freund und mir waren die Kinderfreien WE sehr wichtig.
Du wirst noch oft in solche Situationen kommen, ich würde mir PW nie wieder antun. Im Endeffekt hat keiner Verständnis für dich, alle sehen nur das arme Kind.

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Aber sie hat doch freie Wochenenden, nur der Vater halt nicht

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Die beiden wohnen zusammen, also hat sie kein freies Wochenende.
Man ißt zusammen, die Tochter weckt die beiden morgens früh auf etc, das ist ganz anderer Alltag, als wenn man nur zu zweit ist. Manchmal hängen sich die Bonuskinder auch an einen, der Haushalt bleibt liegen, da der Vater sich verständlicherweise ums Kind kümmert.
Da bleibt Frau dann meist nur die Möglichkeit, sich außerhalb zu verabreden.

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Ich finde Antworten, die aussagen, dass das Kind nun mal zuerst kommt, überhaupt nicht schnippisch, denn sie sind die Realität.
Man hat sich bewusst für ein Kind entschieden und hat somit nun mal Verantwortung.
Alle 2 Wochenenden ist ja eh schon sehr wenig Zeit, das bedeutet, im Schnitt habt ihr ja mehr Zeit zusammen als Paar.
Auch wenn die nicht immer qualitativ ist - aber so geht es Familienkonstrukten, in denen die Eltern noch ein Paar sind, ebenfalls, teils ja sogar noch schlimmer.

Ich weiß gar nicht mehr, wann mein Mann und ich zuletzt ein WE ohne unsere Tochter hatten, weil sie gerade in dem doofen Alter ist, in dem Übernachtungen bei Oma blöd sind, sie aber eben auch nicht bei Freundinnnen schlafen will.

Es ist anstrengend, ja, aber es ist nunmal das ungeschminkte, ungeschönte, reale Elternleben.


Was dein Partner machen könnte:

- SEINE Eltern fragen, ob sie vielleicht mal an einem der Wochenendtage betreuen möchten. Sie sind ja auch Großeltern.
- einen Babysitter für abends engagieren, so hättet ihr zumindest mal die Abende, an denen ihr dann schön etwas unternehmen könntet
- an den kindfreien Wochenenden mal 10 Gänge zurück fahren und den Fokus auf euch legen. Man muss doch nun wirklich nciht JEDES We irgendwas mit anderen machen.
- an den geplanten Umgangszeiten fest halten und keine spontanen "kannst du mal"´s mehr zulassen

Dafür musst du mit ihm reden.Kommunizier ihm deine Wünsche und Bedürfnisse, das darfst und sollst du doch. Solange du schweigst, kann er nicht wissen, wie es dir geht.

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Die TE hat aber nunmal kein "Elternleben", sie ist nicht Mutter. Du steckst zurück für DEIN Kind, sie hat keins. Das ist ein gewaltiger Unterschied und Vergleiche mit Kernfamilien sind einfach fehl am Platz.

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Ihr Partner ist aber Vater. An dem Umstand kann er auch nichts ändern. Er muss also sehr wohl teilweise zurückstecken, oder meinst du, wenn man sich trennt, ist das dann nciht mehr der Fall und der Teil, bei dem das Kind lebt, muss alles allein auffangen? Und wenn ja, warum?

Mögliche Lösungen habe ich übrigens genannt, das hast du gelesen ,ja?

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Hey, ich kann dich verstehen.... bei uns kommt sein Kind jedes WE für einen Tag, manchmal über Nacht...d.h. wir haben eigentlich gar nie ein ganzes WE alleine. Noch dazu kleben dann die Eltern meines Freundes auch noch an uns dran, obwohl sie den kleinen (5) eh selbst oft haben. Es ist manchmal sehr mühsam, aber ich rede mir selber immer ein, ich MUSS mich damit abfinden, das beste daraus machen. Die Situation ist nun mal, wie sie ist und nicht mehr änderbar. Also probier ich mich damit arrangieren. Ich merke oft, dass es nur schlimmer werd, wenn ich mich zu viel reindenke. Ich wünsche dir, dass du dich mit der Situation, vor allem auch mit solche, die sicher noch öfter eintreffen werden, mit der Zeit arrangieren kannst. Besprich mit ihm, wie es zukünftig bei solchen Situationen gehandhabt werden soll. Es ist schwierig.. vielen unterschätzen das und Außenstehende, die nicht in der Situation sind, haben leicht reden... Alles Gute :)

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Danke dir, ja und man verbiegt sich ja so oft und dann wird einem noch "zum dank" das freie Wochenende genommen.

Mir ist bewusst dass es für ihn nicht einfach ist, jedem gerecht zu werden aber in diesem Moment hat er mich sehr verletzt.

Danke dir für das Verständnis, das hilft manchmal schon um mal kurz durchzuatmen und wieder klar denken zu können.

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Ich kann deine Enttäuschung nachvollziehen.
Dabei ist bei uns noch kein Kind im Spiel.
Dafür jahrelang unterschiedliche Schichten und Dienste/ Bereitschaften am Wochenende.
Da kamen Wochenende ohne das eine Feier anstand sehr, sehr selten.


Kann nur vorschlagen, dass ihr das Beste dann daraus macht.
Sprich Donnerstag schon die ganze Hausarbeit und vielleicht schon Einkaufen gehen erledigen und dafür habt ihr dann Freitag nach Feierabend bis Samstagvormittag nur für euch.
Da kommen auch schon ein paar Stunden Zweisamkeit zusammen, sofern keiner Spätschicht oder gar Nachtschicht hat.

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Danke ja. Ich muss nur aus meiner trotzigen emotionalen Reaktion rausfinden..

Aber das schreiben mit euch ist da schon hilfreich..

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Ja, sowas muss erstmal raus.
Dann sieht man erst den schönen Regenbogen.


Im besten Falle, ist das Verhältnis zur Kindsmutter ja auch so gut, dass Sie auch mal bei euch ein Wochenende übernimmt, wenn das Kind eigentlich beim Vater wäre.